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Hinaus aus den Anstalten, hin zu den Menschen

Im Museum des Wahnsinns informieren wir die Öffentlichkeit nah und fern darüber, dass Slowenien einer der am meisten institutionalisierten Staaten der Welt ist, und dass die Menschen, die in Institutionen leben, Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind.

Die Erfahrungen zeigen, dass die Menschen von diesem systembedingten Problem wenig wissen, und dass trotz der Mahnung von Fachleuten kein politischer Wille zur Inangriffnahme eines Prozesses der Deinstitutionalisierung vorhanden ist, wie er zum Beispiel mit der Schließung der Pflegeanstalt für geistig und nervlich Kranke in Trate begann, letztlich aber wieder gestoppt wurde.

Das grundlegende Ziel des Projekts besteht in der Bewusstmachung der Menschenrechtsverletzungen in den slowenischen Anstalten bei den jungen Menschen und in der Erkenntnis notwendiger gesellschaftlicher Veränderungen im Sinne der Abschaffung der Anstalten und der Einführung sozialer Schutzmechanismen in der Gemeinschaft, daher auch der Titel des Projekts: Hinaus aus den Anstalten, hin zu den Menschen.

Die Ausbildungsmechanismen und das Programm werden in Zusammenarbeit mit den beiden fachkundigen Partner, dem Museum der nationalen Befreiung in Marburg und dem Lehr- und Gedenkort Schloss Hartheim in Österreich entwickelt.

Es handelt sich dabei um zwei Museen, die auf die Darstellung schwieriger geschichtlicher Erblasten und der Menschenrechte spezialisiert sind und ein reiches pädagogisches Programm für junge Leute anbieten.

In die Ausbildungsmechanismen binden wir auch Zeugnisse von Menschen, die in Anstalten gelebt haben oder noch heute darin leben, mit ein. Damit wollen wir zur Stärkung der Stimme einer verletzlichen Gruppe beitragen, die an den Rand gedrängt ist und ungehört und ungesehen bleibt.

 

Dabei hilft uns auch der Projektpartner Institut Franko, dessen Aufgabe in der Sicherung der Unterstützung von Personen besteht, die mit andauernden Schwierigkeiten mit der geistigen Gesundheit kämpfen, mit dem Ziel, ihnen ein Leben in der Gemeinschaft, also außerhalb einer Anstalt, zu ermöglichen.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bereits im Rahmen eines zweijährigen Projekts Studenten und Pädagogen in die Programme einzubeziehen und die Veränderungen nach den im Rahmen des Projekts durchgeführten Maßnahmen zu bewerten. 

 

Kontaktperson: Dr. Sonja Bezjak

Partner: Institut FrankoMuseum der nationalen Befreiung Maribor

 

Mitarbeitende Organisation: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, Österreich

Finanzierung des Projekts: Programm Active Citizens Fund in Slowenien (über Finanzierungsmechanismen der EEA und von Norwegen)

Laufzeit des Projekts 01.10.2020 bis 30.09.2022

Institut Museum des Wahnsinns, Trate

+386 070 433 219

+386 31 238 877

Trate 14c, 2213 Zgornja Velka, Slowenien

Steuernummer: 50139444

Registrierungsnummer: 6563309000

IBAN: SI56 2900 0005 1200 434, bei der UniCredit Bank

Das Kulturministerium der Republik Slowenien hat dem Museum des Wahnsinns für den Bereich der Kultur und des kulturellen Erbes den Status einer Institution, die im öffentlichen Interesse arbeitet, verliehen.

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